Flughafen Zürich: Wie viele Sicherheitskräfte schützen den Flughafen?
von belmedia Redaktion Airlines Allgemein Familie familie.ch Flug flughafen.ch Flugzeug Magazine Mobilität nachrichtenticker.ch News Orte Regionen Schweiz Schweiz Sicherheit Themen Verbreitung Zürich
Am Flughafen Zürich sorgen zahlreiche Sicherheitskräfte dafür, dass Reisende, Mitarbeitende und Flugzeuge geschützt sind. Eine frühere Erhebung nennt rund 1’500 Angehörige von Polizei und Sicherheitsdiensten, private Anbieter nicht eingerechnet. Heute verteilen sich die Aufgaben auf verschiedene spezialisierte Organisationen. Eine aktuelle Gesamtzahl sämtlicher Sicherheitskräfte für 2026 ist öffentlich nicht ausgewiesen.
Die Arbeit reicht von Passagier- und Gepäckkontrollen über Grenzüberwachung und Polizeipatrouillen bis zum Schutz sensibler Zugänge. Die Kantonspolizei Zürich übernimmt die hoheitlichen Aufgaben und die Sicherheitskontrollen. Hinzu kommen private Sicherheitsunternehmen und die Flughafen Zürich AG, welche die Einhaltung der Sicherheitsvorgaben organisiert und überwacht.
Besonders anspruchsvoll ist die Personalplanung. Jeden Tag wechseln sich zahlreiche Teams im Schichtbetrieb ab. Gleichzeitig entwickeln sich die Kontrollverfahren weiter: Seit Juni 2026 sind sämtliche 26 Linien im zentralen Sicherheitskontrollgebäude mit moderner CT-Technologie ausgerüstet. Sie unterstützt die Mitarbeitenden bei der Überprüfung des Handgepäcks.
Woher stammen die 1’500 Sicherheitskräfte?
Eine Untersuchung der ETH Zürich zur Flughafensicherheit dokumentierte für den damaligen Personalbestand rund 520 Polizeibeamte, ungefähr 900 Sicherheitsbeauftragte der Flughafenpolizei und rund 80 Sicherheitsassistenten der Grenzkontrolle.
Zusammen ergibt das etwa 1’500 Personen. Mitarbeitende privater Sicherheitsunternehmen waren darin nicht enthalten.
Diese Zahlen beschreiben die frühere Organisation und sind keine aktuelle Personalstatistik.
Für 2026 lässt sich daraus deshalb weder eine genaue Gesamtzahl noch die Zahl der gleichzeitig anwesenden Sicherheitskräfte ableiten.
Die Flughafenpolizei übernimmt zentrale Aufgaben
Die Flughafenpolizei ist eine Hauptabteilung der Kantonspolizei Zürich. Sie umfasst fünf Abteilungen und ist für sämtliche Polizeiaufgaben am Flughafen zuständig.
Dazu zählen der Schutz von Menschen und Sachwerten, Ermittlungen bei Straftaten, Grenzkontrollen sowie die Überwachung des Strassenverkehrs.
Auch Rückführungen auf dem Luftweg gehören zu ihren Aufgaben.
Polizeikräfte sind deshalb nicht ausschliesslich bei den Sicherheitskontrollen anzutreffen. Sie arbeiten ebenso in den Terminalbereichen, an Grenzkontrollstellen und bei besonderen Einsätzen.
Wer kontrolliert Passagiere und Handgepäck?
Die Sicherheitsbeauftragten der Flughafenpolizei übernehmen die Kontrolle von Reisenden, Besatzungen, Mitarbeitenden und Gepäck.
Sie prüfen Personen auf verbotene Gegenstände und untersuchen Gepäck mithilfe technischer Anlagen.
Die Mitarbeitenden wechseln regelmässig zwischen verschiedenen Kontrollpositionen. Damit soll die Konzentration auch während längerer Schichten erhalten bleiben.
Die Schichten dauern durchschnittlich sieben bis neun Stunden.
Besondere Aufmerksamkeit erfordern die frühen Abflugwellen. Bereits am Morgen müssen zahlreiche Passagiere rechtzeitig durch die Kontrollen gelangen.
Neue Technik verändert die Sicherheitsarbeit
Seit dem 26. Juni 2026 gelten am Flughafen Zürich für lokal abfliegende Passagiere vereinfachte Kontrollverfahren.
Die neuen CT-Scanner erstellen dreidimensionale Bilder des Handgepäcks. Flüssigkeiten in Behältern bis zu zwei Litern und elektronische Geräte dürfen unter den geltenden Bedingungen im Gepäck bleiben.
Sämtliche 26 Kontrolllinien im zentralen Sicherheitskontrollgebäude wurden entsprechend modernisiert.
Ein weiterer Fortschritt ist das Remote Screening. Dabei untersuchen Sicherheitsbeauftragte die Gepäckbilder an getrennten Arbeitsplätzen.
Die neuen Regeln für Flüssigkeiten und Handgepäck erleichtern damit sowohl den Passagieren als auch dem Kontrollpersonal die Abläufe.
Grenzkontrollen benötigen eigenes Personal
Nicht jede Kontrolle am Flughafen dient demselben Zweck.
Während die Sicherheitskontrolle gefährliche Gegenstände vom Flugverkehr fernhalten soll, überprüft die Grenzpolizei Identitäten, Reisedokumente und Einreisevoraussetzungen.
Gerade bei Verbindungen ausserhalb des Schengenraums ist diese Aufgabe umfangreich.
Eine kantonale Personalplanung aus dem Jahr 2026 nennt für die Grenzkontrolle einen Ausgangsbestand von 158 Vollzeitstellen und einen zusätzlichen Bedarf von zehn Stellen.
Diese Zahl betrifft ausschliesslich den betreffenden Personalbereich und nicht die gesamte Flughafensicherheit.
Private Sicherheitsdienste ergänzen die Polizei
Auch private Unternehmen übernehmen Aufgaben im Sicherheitskonzept des Flughafens.
Dazu gehören beispielsweise die Bewachung bestimmter Bereiche und die Kontrolle von Zugängen.
Die Flughafen Zürich AG trägt die Verantwortung dafür, dass die vorgeschriebenen Sicherheitsprozesse organisiert, eingehalten und überprüft werden.
Sie arbeitet dazu mit der Kantonspolizei und privaten Dienstleistern zusammen.
Regelmässige Tests und Kontrollen dienen dazu, Schwachstellen zu erkennen und die Verfahren anzupassen.
Wie viele Sicherheitskräfte arbeiten gleichzeitig?
Die Gesamtzahl der Beschäftigten ist nicht mit der Stärke einer einzelnen Schicht gleichzusetzen.
Ein Teil des Personals befindet sich im Dienst, während andere Mitarbeitende frei haben, ausgebildet werden oder unterschiedliche Aufgaben übernehmen.
Hinzu kommen Ferien, Krankheit und wechselnde Einsatzzeiten.
Der Sicherheitsbedarf verändert sich ausserdem je nach Flugplan, Reiseaufkommen und besonderen Ereignissen.
Für Reisende bleibt vieles davon unsichtbar. Hinter den Kontrollstellen arbeitet eine umfangreiche Organisation, die den Flughafenbetrieb auch ausserhalb der Hauptverkehrszeiten absichert.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert